portanigra

Startspieler

Brett- und Kartenspiele

Porta Nigra

 

Brettspiel für 2 - 4 Spieler

Verlag:Pegasus Verlag

Spielzeit: ca. 60 Minuten

Alter: ab 12 Jahren

Autor: Wolfgang Kramer

Michael Kiesling

Inhalt:

 

1 Spielplan

90 Bausteine

80 Karten

60 hölzerne Römer

16 Holzscheiben

10 Nachschubkarten

4 Bauherren-Standfiguren

4 Spielerablagen

16 Fackelmarker

16 Einflusschips

4 „+100/+200“-Siegpunktmarker

51 Münzen

1 Rundenmarker

1 Spielanleitungen

Pressemitteilung:

 

Augusta Treverorum - das heutige Trier - wurde im späten Römischen Reich zu einer der größten Städte nördlich der Alpen. Gegründet zu Zeiten Augustus‘, wurde Trier von Generationen von Bauherren aufgebaut und schließlich im 4. Jahrhundert unserer Zeit zur Residenz der römischen Kaiser. Die beeindruckensten Bauwerke können auch heute noch besichtigt werden, vor allem die hervorragend erhaltene Porta Nigra - das „schwarze Tor“.

 

Im Kennerspiel PORTA NIGRA verkörpert ihr die antiken Baumeister von Trier und versucht mit Taktik und geschicktem Timing, die wertvollsten Bauwerksteile der Stadt zu errichten.

Spielablauf:

Das Spielfeld von Porta Nigra ist in vier Viertel aufgeteilt. In jedem Viertel errichten die Spieler Bauwerke, die aus einzelnen Bausteinen bestehet. Für jedes Viertel erhält der Spieler Siegpunkte nach Mehrheitenverhältnisse am Ende des Spiels. Also gilt es möglichst viele Bautürme zu errichten und darauf zu achten, das Mehrheiten zur Geltung kommen. Bausteine erwirbt der Spieler am Markt, der sich in der Mitte des Spielfelds befindet und für jede Farbe des Bausteines unterschiedlich, zufällig aufgestellte Bausteine anbietet. Dazu muss sich die Spielfigur des Spielers im Viertel des Marktes befinden.

Um die Spielfigur von einem Viertel in das im Uhrzeigersinn liegende nächste Viertel ziehen zu können, zahlt der Spieler einem Sesterze. Was aber grundsätzlich ein Spieler ausführen darf, regeln Aktionskarten, von denen jedem Spieler dieselbe Anzahl zur Verfügung stehen. Auf den Aktionskarten können aus mehreren Aktionen zwei oder drei Aktionen ausgewählt werden. So kann ein Baustein gekauft, ein Bauwerksteil errichtet, ein Einflusschip oder Fackelmarker erworben oder Münzen bekommen werden. Jeder Spieler hat sein Aktionskarten Deck vor sich liegen und hat davon immer zwei Aktionskarten auf der Hand, von denen er sich in seinem Spielzug eine Aktionskarte aussucht, die er spielen will. Danach zieht er eine Aktionskarte nach.

Kauft ein Spieler einen Baustein, zieht er seine Spielfigur in das Viertel, dessen Farbe er erwerben will. Dann nimmt er den Baustein und stellt ihn in seine Spielerablage genau in die Einkerbung der gleichen Farbe. Somit wird gekennzeichnet, welche Farbe der erhaltene Baustein hatte. Alle Bausteine sind grau, werden aber durch das Feld des Marktes und dann auf der Spielerablage mit einer bestimmten Farbe festgelegt. Es gibt 5 unterschiedliche Farben. Die Farbe Weiß ist in der Mitte des Marktes und kann aus jedem Viertel heraus gekauft werden. Je nach Farbe kosten die Bausteine unterschiedlich viele Sesterzen.

 

Will der Spieler ein Bauwerk errichten, da er es als Aktionsmöglichkeit auf seiner Aktionskarte stehen hat, nimmt er genau soviele Bausteine aus seiner Spielerablage, wie auf dem Spielbrett für das Baufeld vorgegeben sind - natürlich auch noch in der richtigen Farbe. Im Idealfall ist dies ein Bauwerk, das auch auf einer Bauwerkskarte, die am Spielfeld- rand ausgelegt sind, vorgegeben ist. Für Sets von Bauwerkskarten unterschiedlicher Bauwerke gibt es am Spielende zusätzliche Siegpunkte. Auf den Bauwerksturm, den der Spieler gebaut hat, wird eine seiner Römer gestellt. Damit wird gekennzeichnet, dass dieses Bauwerk von ihm errichtet wurde. Jeder Spieler hat aber nicht alle seine Römer gleich zur Verfügung, können aber durch verschiedene Aktionen erworben werden. Um also ein Bauwerk errichten zu können, muss der Spieler auf der ausgewählten Aktionskarte ein Bauwerk errichten dürfen, die notwendigen Bausteine, in der richtigen Farbe in seiner Spielerablage zur Verfügung haben, mit seiner Spielfigur im richtigen Viertel stehen und auch noch einen Römer darauf stellen können. Wenn dann noch dabei eine Bauwerkskarte erledigt wird - genial gespielt. Wer ein Bauwerk errichtet hat, erhält Siegpunkte, die auf dem Spielfeld angezeigt werden.

 

Mit Fackelmarker und Einflusschips können zusätzliche Aktionen ausgeführt werden, sowie Ehrenkarten und Endwertungskarten erworben werden. Nachdem jeder Spieler seine letzte Aktionskarte eingesetzt hat, endet die Spielrunde. Zu Beginn der nächsten Runde entscheidet der Spieler mit den wenigsten Siegpunkten, wer die neue Runde beginnen wird. Der jetzt genannte Startspieler setzt den Rundenmarker ein Feld vor. Alle Spieler mischen wieder ihren Aktionskartenstapel, legen diesen verdeckt vor sich hin und nehmen davon zwei Karten auf die Hand.

 

Das Spiel endet nach der Runde, in der der Rundemarker auf die letzte Runde für die Spieleranzahl gezogen wurde.

In einem Spiel mit zwei Spielern werden drei komplette Runden gespielt. In einem Spiel mit drei oder vier Spielern werden zwei Runden gespielt. Das Spiel wird vorzeitig beendet, wenn der Bausteinmarkt nicht mehr mit neuen Bausteinen aufgefüllt werden kann und es auch keine Bausteine mehr auf dem Markt zu erwerben gibt. Auch wird das Spiel sofort beendet, wenn dein Spieler sein 15tes Bauwerksteil gebaut hat somit keinen Römer mehr zur Verfügung hat.

 

Nach der letzten Runde erfolgt die Endwertung. Hier erhält der Spieler Siegpunkte für eine erhaltenen Sets an Bauwerkskarten, Siegpunkte für Endwertungskarten, Siegpunkte für Römer, Sesterzen, Einflusschips, Fackelmarker und Bausteine im eigenen Vorrat und viele Siegpunkte für die Mehrheiten in den Bauwerken. In allen vier Bauwerken: Basilika, Amphitheater, Stadtmauer, Porta Nigra, gibt es unterschiedliche Siegpunkte.

 

Wer am Ende des Spiels die meisten Siegpunkte besitzt, gewinnt das Spiel.

 

Bewertung.

 

Wenn auf der Spieleschachtel Wolfgang Kramer und Michael Kiesling steht, kann ein Fehlkauf fast ausgeschlossen werden.

Auch bei diesem Spiel ist den beiden Autoren ein sehr gutes Spiel gelungen. Die Entscheidungsmöglichkeiten des Spielers sind derart vielschichtig, dass es schon notwendig ist, alle Möglichkeiten genau auszuloten, um das Spiel zu gewinnen.

Trotzdem kommen keine überlangen Denkphasen zustande und das Spiel spielt sich sehr dynamisch.

 

Das Spiel ist eindeutig an Vielspieler / Kennerspieler gerichtet, die bereit sind, eine 12-seitige Spielanleitung zu lesen.

Wer das Spiel aber schon einmal gespielt hat, kann es innerhalb kurzer Zeit erklären. Die Spielanleitung ist trotz ihres Umfanges sehr übersichtlich und lässt keine Fragen offen. Porta Nigra hat vielleicht nicht besonders revolutionäre neue Spielideen, fügt aber alle Spielelemente nahtlos zusammen.

 

Das Spiel ist für zwei Personen gleichermaßen gut zu spielen, wie auch für drei oder vier Personen.

Das Spielmaterial ist sehr gut und es ist ein Genuss, nach dem Spiel noch einmal das schöne Spielbrett mit den Aufbauten zu betrachten.

 

Wenn ein Bauwerk gebaut wird, erhält der Spieler dafür Siegpunkte, die auf einer Kramerleiste angezeigt werden.

Allerdings ist gerade bei diesem Spiel kaum einzuschätzen, welcher Spieler momentan eigentlich mit den Siegpunkten vorne liegt. Durch die vielen Zusatzpunkte, die der Spieler - vorallem durch Mehrheitenwertungen - am Spielende erhält, werden die Siegpunkte um ein Vielfaches hinzugezählt und es bleibt dann doch eine Überraschung, wer am Ende gewinnt. Zwar kann der Spieler sicherlich abschätzen, ob er gut oder schlecht liegt - aber ob es letztlich zum Sieg reicht, wird er erst nach allen Zusatzwertungen sehen. Wen dies nicht stört, ist das Spiel sehr zu empfehlen.

 

 

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