newyork1901

Startspieler

Brett- und Kartenspiele

New York 1901

 

Brettspiel für 2 -4 Spieler

Verlag: Huch & Friends

Spielzeit: 45 Minuten

Alter: ab 8 Jahren

Autor: Chénier La Salle

 

Rezension von Peter Zanow

Meine Frau und ich haben in den letzten Jahren einen kleinen Spleen entwickelt.

 

Wir nehmen uns ab und an vor, einen Ort zu besuchen, den es auch als Spiel gibt.

Wir haben damit schon die Alhambra, Carcassonne, Florenz, London oder Schloss Sanssouci abgeklappert.

Meistens machen wir aber Urlaub an Orten, wo es kein Spiel zu gibt oder die produzierten Spiele nicht unserem Geschmack entsprachen. So ein Beispiel ist New York. 2007 hatten wir unseren Urlaub dort und seitdem sind wir auf der Suche nach geeignetem Spiel. Und es scheint so, als hätten wir jetzt mit New York 1901 endlich Glück gehabt.

 

Die erste Anregung, einen näheren Blick zu riskieren, kam über die Optik. Vincent Dutrait ist für die grafische Gestaltung zuständig gewesen. Ich mag, als alter Comicleser, seinen Zeichenstil ungemein. Lewis & Clark haben wir auch schon in unserer Sammlung aufgenommen. Chenier La Salle, der Autor, hat es geschafft, mit Regeln im Schwierigkeitsgrad von Zug um Zug, ein lockeres Bauspiel mit leichtem Ärgerfaktor entstehen zu lassen.

 

Jeder Spieler bekommt in seiner Farbe ein gleichen Satz Gebäudeplättchen (die sich in drei Technologie-Stufen unterscheiden), einen Wertungsmarker (Empire State Building) und vier Arbeiter. Sind Sie am Zug, haben Sie zwei Möglichkeiten:

 

- Sie erwerben Land und bauen eventuell oder

- Sie reißen etwas ab und bauen es wieder auf.

 

Wenn Sie Land erwerben, nehmen Sie eine der vier ausliegenden Grundstückskarten und besetzen ein entsprechendes Gebiet mit einem Arbeiter. Haben Sie ein Gebäudeplättchen, das in eines Ihrer Gebiete passt, können Sie bauen und bekommen dafür sofort Siegpunkte.

 

Allerdings dürfen Sie nur Gebäude der ersten Technologie-Stufe bauen. Um höhere Stufen bauen zu dürfen, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein. Sie müssen einen bestimmten Punktwert erreicht haben und Sie müssen ältere Gebäude abreißen und an deren Stelle das neue Gebäude wieder aufbauen. Sie sollten aber immer ein Auge darauf haben, dass Sie mindestens einen Arbeiter übrig haben.

 

Falls nämlich der Fall eintreten sollte, das nicht, dürfen Sie entweder die Aktion nicht ausführen oder im schlimmsten Falle müssen Sie gar eine Runde aussetzen. Die Schadenfreude wird keine Grenzen kennen. Ein anderer gewollter Ärgermechanismus ist das Setzen seines Gebäudes nehmen das Gebäudeplättchen eines anderen Spielers, um das Bauen von größeren Gebäuden zu verhindern.

 

Das Spiel geht ca. 60 Minuten und es ist beendet, wenn entweder nicht genügend Grundstückskarten zur Verfügung stehen oder ein Spieler die Mindestzahl an Gebäude hat.

 

Zum Schluss gibt es noch eine Sonderwertung für drei, am Anfang zufällig gezogene, Straßenkarten, wo es um die Mehrheit an Gebäuden geht und eine Bonusaufgabe, zum Beispiel, wer die meisten Gebäude in einer Technologie-Stufe gebaut hat.

 

 

Bewertung.

 

Ein kleines Manko ist die etwas ungenau übersetzte deutsche Regel. Die englische Regel ist da hilfreich. (Es hat etwas gedauert, bis wir herausgefunden haben, dass man nur eigene Gebäude abreißen darf). Leider muss man auch den Preis von ca. 40,-€ als Nachteil benennen. Aber wen diese Mankos nicht stören, wird mit einem lockeren spaßigen Spiel belohnt.

 

Und wir haben endlich unser New York-Spiel gefunden.

 

Bilder und Eindrücke

 

ERRATA: Es ist schön, wenn Spieleautoren Rezis zu ihren Spielen mitlesen und dem Verfasser der Rezension

mitteilen, dass er etwas in der Regel mißverstanden hat. Chénier La Salle hat dies getan und mich

darauf hingewiesen, dass silberne und goldene Gebäude auch einfach gebaut werden dürfen, ohne

das man Gebäude abreißen muss. Als Bedingung genügt vollkommen das Erreichen der

Siegpunktwerte.

Ich möchte mich hiermit für meinen Fehler entschuldigen!

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