marcopolo

Startspieler

Brett- und Kartenspiele

Auf den Spuren von

Marco Polo

 

Brettspiel für 2-4 Spieler

Verlag: Hans im Glück

Spielzeit 60 und mehr Minuten

Alter: ab 12 Jahren

Autor: Daniele Tascini

Simone Luciani

Spielaustattung:

 

1 Spielplan

1 Startspielermarker

4 Spielertableaus

6 Stadtbonus-Marker

10 Kontorboni

10 Charaktere

40 Münzen

44 Aufträge

4 50/100 er Punktekarten

18 Zielkarten

31 Stadtkarten

15 Goldbarren

15 Seidebündel

15 Pfeffersäcke

28 Kamele

12 Holzfiguren

26 Würfel

38 Handelposten

1 Spielregel und 1 Beiblatt

5 Übersichtskärtchen.

In Maro Polo verkörpern die Spieler einen von vielen Charakteren, die mit und um Marco Polo gewirkt haben.

 

Dabei startet jeder Spieler mit seiner Spielfigur in Venedig und plant während des Spiels die eigene Route: besser direkt nach

Peking reisen oder den teuern Seeweg über Sumatra wählen? An jedem erreichten Reiseort liegen Aktionskarten, die Vorteile

oder Siegpunkte bringen und wer die meisten Siegpunkte bei Spielende hat, gewinnt das Spiel.

 

Der Spieler hat fünf Würfel in seiner Spielerfarbe, die er auf dem Spielbrett möglichst so einsetzt, dass er viele Siegpunkte macht.

Dazu stehen ihm sieben Aktionen zur Verfügung, die er mit einer unterschiedlichen Anzahl an Würfeln aktivieren kann.

Zu Spielbeginn einer Runde würfelt jeder Spieler seine fünf Würfel und legt diese auf sein Spielertableau.

 

Wenn er am Spielzug ist, setzt er mindestens einen Würfel auf dem Spielbrett ein, ohne das Ergebnis des Würfelwurfes zu verändern.

Hat der Spieler keine Würfel mehr, muss er aussetzen, bis alle Spieler ihre Würfel komplett eingesetzt haben.

 

Für jede der sieben Aktionen ist eine unterschiedliche Anzahl an Würfeln notwendig, um die Aktion ausführen zu können.

Um fünf Geld zu bekommen, setzt er einen Würfel auf das Aktionsfeld "Geld nehmen". Die Augenzahl des Würfels ist dabei unbedeutend.

Will der Spieler zum Markt gehen, spielt die Würfelanzahl und die Augenzahl eine Rolle. Um einen der drei Rohstoffe: Gold, Pfeffer oder Seide zu erhalten, setzt der Spieler bis zu drei Würfel ein. Während Pfeffer mit einem Würfel zu erhalten ist, braucht Gold schon drei Würfel, die der Spieler einsetzen muss. Die Augenanzahl der eingesetzten Würfel zeigen dann auch an, wieviele Waren er von der Warensorte

erhält. Dabei gilt immer der Würfel mit der kleinsten Augenzahl. Um zum Beispiel vier Gold zu erhalten, müsste der Spieler drei Würfel mit jeweils sechs Augen einsetzen können. Außer Waren kann der Spieler auch Kamele auf dem Markt erhalten.

 

Kamele benötigt der Spieler zum Ausführen von Auftragskarten, um bestimmte Wegstrecken gehen zu können und um Zusatzaktionen durchzuführen.

 

Auftragskarten, die der Sieler mit einem Würfel erhalten kann, zeigen die Anzahl Waren, die der Spieler abgeben können muss, um den Auftrag zu erfüllen. Dafür gibt es Siegpunkte, Geld oder auch Waren. Und wenn dazu noch Waren fehlen, kann der Spieler mit der Gunst des Kahn zusätzliche Waren mit einem Würfel erhalten.

 

Erledigte Auftragskarten werden auf dem Spielertableaus gesammlt. Wer die meisten Aufträge bei Spielende erzielen konnte, erhält sieben zusätzliche Siegpunkte.

 

Eines der wichtigsten Elemente des Spiels ist das Reisen. Dazu muss der Spieler zwei Würfel nutzen, die er auf das Spielfeld bei Reisen legt. Auch hier zählt wieder die niedrigste Augenzahl. Je höher die Augenzahl, je weiter kann der Spieler reisen. Aber Reisen kostet auch Geld und so zahlt der Spieler zusätzlich einen bestimmten Geldbetrag um diese Aktion ausführen zu können. Die Höhe des Geldbetrages ist wieder

davon abhängig wie weit der Spieler reisen kann. Erreicht ein Spieler eine Stadt, stellt er dort einen Handelsposten seiner spielerfarbe auf.

Dies berechtig ihn, die dort ausliegende Stadtkarte ausnutzen zu können. Von den 31 Stadtkarten werden zu Spielbeginn neun Stadtkarten zufällig auf die Städt verteilt. Auch Stadtkarten kann der Spieler, der in der Stadt einen Handelsposten besitzt, mit einem Würfel nutzen

und Waren, Vorteile, Siegpunkte und mehr, zu erzielen.

 

Der erste Spieler, der einen Handelsposten einer großen Stadt erreicht, erhält den dort liegenden Kontorbonus, ein verdeckt ausliegendes Spielkärtchen, welches dann herumgedreht wird. Daür erhält der Spieler Geld, Waren oder Siegpunkte. Und damit nicht genug: Wenn ein Spieler an der Reihe ist, setzt er Würfel für eine Aktion ein. Der Spieler kann immer nur eine Würfelaktion machen, wenn er an der Reihe

ist, da anschließend der Mitspieler an der Reihe ist. Ein Spieler kann aber in seinem Zug immer beliebig viele Zusatzaktionen machen. Dies sind: Auftragskarten erfüllen, Geld nehmen, 1 Würfel neu würfeln (kostet ein Kamel), ein Würfel rauf oder runter drehen (kostet 2 Kamele), einen schwarzen Würfel kaufen (kostet 3 Kamele).

 

Schwarze Würfel sind zusätzliche Würfel, die ein Spieler erwerben kann um sie dann einzusetzen.

 

Sobald ein Spieler ein Aktionsfeld mit Würfel nutzen will, in dem von einem anderen Spieler schon Würfel liegen, muss er dafür zahlen. Er zahlt so viel Geld, wie sein niedrigster Würfel anzeigt.

 

Das Spiel ist nach fünf Runden beendet. Dann erfolgt die Schlusswertung. Zu Anfang des Spiels hat der Spieler zwei Stadt-Zielkarten erhalten. Konnte er in dieser Stadt einen Handelsposten setzen, erhält er zusätzliche Siegpunkte. Für 10 Geld gibt es einen Siegpunkt. Wer in der Stadt Peking einen Handelsposten bauen konnte, erhält Siegpunkte. Für je zwei beliebige Waren erhält der Spieler 1 Siegpunkt;

Voraussetzung ist allerdings einen Handelsposten in Peking.

 

Der Spieler mit den meisten erledigten Aufträgen erhält sieben Siegpunkte. Dazu werden die Siegpunkte auf der Siegpunktleiste dazu gezählt. Wer die meisten Siegpunkte erreichen konnte, gewinnt das Spiel.

 

Stop Moment! höre ich jetzt einige Spieler aufrufen, die dieses Spiel schon gespielt haben. Stop Moment! da fehlt ja noch dies oder jenes... Du hast ja gar nicht alles erklärt. Ich muss zugeben, das stimmt! Ich habe versucht, in dieser Rezension Ihnen einen Überblick über das Spiel zu geben. "Auf den Spuren von Marco Polo" ist ein dermaßen komplexes Spiel, dass alle Möglichkeiten innerhalb einer Rezension nicht

erklärt werden können. Ob dies die verschiedenen Charaktere sind, die jeder Spieler zu Spielbeginn zufällig erhält. Ob dies das Austauchen der Auftragskarten jede Runde, die Reiseverschärfungen durch zusätzliche Kamelzahlungen oder der Einsatz der schwarzen Würfel sind, es gäbe noch vieles zu berichten. Doch hoffe ich, Ihnen einen kleinen Überblick verschafft zu haben.

 

Statistik seit 07.03.2015

Bewertung.

 

Für mich ein echter Höhepunkt für 2015. Gerade durch die Komplexität des Spiels gibt es eine so große Anzahl an verschiedener Wege die meisten Siegpunkte zu ereichen, dass dieses Spiel mit einem hohen Wiederspielreiz aufwarten kann. Die zufällige Verteilung der Charaktere und der Stadtkarten bzw. Kontorkarten, werden ein immer wieder neues Spielerlebnis garantieren.

 

Auch wenn das Spiel komplex ist, kann ein Spieler, der das Spiel schon kennt, dies in einem angenehmen Zeitrahmen erklären. Denn so schwierig ist das Spiel von seinem Spielverlauf gar nicht, aber eben vielschichtig. Die Spielausstattung ist wieder einmal hervorragend.

 

In unseren Testrunden konnte bei diesem Spiel der spannende Spielverlauf und die vielen Möglichkeiten der Entscheidungen, voll überzeugen. Für mich der klare Favorit des Spielejahres 2015.

 

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