imperialsettlers

Startspieler

Brett- und Kartenspiele

Imperial Settlers

 

Kartenspiell für 1 - 4 Spieler

Verlag: Pegasus Verlag

Spielzeit: ca. 45-90 Minuten

Alter: ab 10 Jahren

Autor: Ignacy Trzewiczek

Inhalt:

- 1 Wertungsplan

- 4 Völkerplättchen

- 1 Rundenzählerplättchen

- 4 Völkertafeln

- 280 Karten

- 84 allgemeine Karten

- 16 Angriffskarten für das

Solospiel

- 90 Warensteine

- 40 Arbeiterplättchen

- 18 Zerstörungsplättchen

- 10 Verteidigungsplättchen

- 24 Goldplättchen

- 6 Vervielfältigungsplättchen

- 1 Startspieler Plättchen

- 4 Ägyptische Spezialplättchen

- 4 Spielübersichten

 

Pressetext:

 

Mit dem Kennerspiel Imperial Settlers von Pegasus Spiele erschien im ersten Halbjahr 2015 das neue Werk von Erfolgsautor Ignacy Trzewiczek (Robinson Crusoe: Abenteuer auf der verfluchten Insel). Darin können sich ein bis vier Spieler ab 10 Jahren in 45 bis 90 Minuten als Staatsmänner beweisen.

 

Im international erfolgreichen Strategiespiel Imperial Settlers sind die gewieften Staatsmänner (und -frauen) unter den Spielern gefragt, um mit scharfsinnigen Entscheidungen monumentale Großmächte zu errichten – kriegerisch oder friedlich. Diverse Spielvarianten sowie der Solitärmodus für Alleinherrscher sorgen zusätzlich für Abwechslung und ein rundes Spielerlebnis.

Momanten wird mit den Völkern: Römer, Barbaren, Ägypter und Japaner, gespielt. Jedes Volk hat verschiedene Vorteile für den Spielverlauf.Ab Oktober gibt es die erste Erweiterung für das Spiel "Imperials Settlers" vom Pegasus Verlag:

Imperials Settlers: Nachbarschaftshilfe.

Mit 4 Karten(zwei allgemeine Karten und zwei Völkerkarten) startet jeder Spieler das Spiel. Dann beginnen die einzelnen Phasen des Spiels. In der ersten Phase: Die Kartenphase, erhalten alle Spieler neue Karten. Zuerst nimmt sich jeder eine Karte vom eigenen Völkerstapel. Von dem allgemeinen Kartenstapel werden dann eine Karte mehr offen aufgedeckt, als Spieler mitspielen.

Davon sucht sich jeder Spieler in Reihenfolge eine Karte aus, die er auf die Hand nehmen kann. Dies wird dann noch einmal in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. Somit hat jeder Spieler danach sieben Karten auf der Hand - vier Startkarten und drei zusätzliche Karten (1 x vom Völkerstapel und 2 x vom allgemeinen Stapel.

 

Dann beginnt die Ertragsphase, bei der jeder Spieler aus verschiedenen Quellen (Karten, Handelsabkommen, Basisrohstoffe usw.) Warenerträge erzielt. Die folgende Aktionsphase ist wohl die wichtigste Phase in diesem Spiel. Jeder Spieler hat reihum immer eine der Aktionen zur Verfügung: Ort bauen (eine der Handkarten offen auslegen und die Baukosten dafür zahlen), Handelsabkommen treffen (Handkarte 180 Grad drehen und dafür in jeder Ertragsphase Rohstoffe bekommen), Zerstören (eine eigene Karte aus der Hand oder fremde, ausliegenden allgemeine Karte vernichten und dafür Rohstoffe erhalten), Aktionsort aktivieren (gegen Zahlung von Rohstoffen Aktionen einleiten), Arbeiter gegen Rohstoffe oder Karte tauschen.

 

Auch kann der Spieler einfach zwei Arbeiter tauschen. Entweder um dafür einen beliebigen Rohstoff zu erhalten oder eine Karte von den allgemeinen Karten oder vom Völkerstapel ziehen zu können.

 

In der Aktionsphase spielen alle Spieler so lange weiter und führen Aktionen aus, bis alle Spieler gepasst haben. Dies betrifft dann mehrere Runden, in denen jeder Spieler immer wieder neu entscheiden kann, welche Aktion er jetzt ausführen will.

 

Zum Abschuss wird die Aufräumphase eingeläutet. Jedes Volk hat bestimmte Lagerfähigkeiten (z.B. Arbeiter, Rohstoffe usw.), die

er behalten darf. Ansonsten werden alle der genutzten Rohstoffe (die auf Ereigniskarten lagen um diese zu aktivieren), unbenutzte Rohstoffe, Arbeiter, Gold, Zerstörungsplättchen und Verteidigungsplättchen, die nicht gelagert werden können, zurück in den Vorrat gelegt. Handkarten und Siegpunkte behält der Spieler. Das Startspielerplättchen wird an den nächsten Spieler weitergegeben.

 

Nach fünf Runden endet das Spiel und wer die meisten Siegpunkte, die von ausliegenden Karten kommen, erreichen konnte, gewinnt das Spiel. Siegpunkte erhält der Spieler während des Spiels, die er auf einer Siegpunktleiste markiert. Außerdem erhält jeder Spieler noch für jeden allgemeinen Ort, den er gebaut hat, einen Siegpunkt und für jeden Völkerort zwei Siegpunkte.

 

Nun gut, werden Sie sagen - aber wo liegen denn jetzt die starken Momente des Spiels?

 

Berechtigte Frage und leicht zu beantworten! Erst einmal spielt jeder ein eigenes Volk und hat somit schon vollkommen unterschiedliche Völkerkarten und Voraussetzungen. So hat jeder Spieler immer die Möglichkeit von zwei Kartenstapeln neue Karten zu erwerben. Einmal vom Stapel der allgemeinen Karten - dies sind auch die einzigen Karten, die zerstört werden können um neue Rohstoffe zu erhalten und vom Stapel der Völkerkarten - dies sind die einzigen Karten, die um 180 Grad gedreht werden können, um damit ein Handelsabkommen abzuschließen. Da aber jeder Spieler ein eigenes Volk spielt, hat auch jeder Spieler andere Völkerkarten vor sich liegen und muss dementsprechend auch eine andere Taktik als die Mitspieler wählen.

 

Karten aus der eigenen Hand oder ausliegende Karten vom Mitspieler können zerstört werden, indem ein oder zwei Zerstörungsplättchen eingesetzt werden. Karten aus der eigenen Hand können mit einem, ausliegende Karten von Mitspielern mit zwei Zerstörungsplättchen zerstört werden. Jeder Spieler hat aber auch ein Verteidigungplättchen, das er auf einen wichtigen Ort legen kann. Dann muss der angreifende Spieler dort ein weiteres Zerstörungsplättchen einsetzen. Auf der zerstörten Karte steht, welche Rohstoffe, Arbeiter usw. der Spieler dafür erhält. Mit diesem neuen Material können dann wieder neue Orte gebaut oder Aktionen ausgeführt werden. Und genau dieses Element macht dieses Spiel so außergewönhlich interessant. Das Planen, Umplanen der einzelnen Spielzüge innerhalb der Aktionsrunde führt zu einem tollen Erlebnis. Immer wieder ist der Spieler neu herausgefordert und muss seine Entscheidungen überdenken. Vielleicht fällt ihm ja doch noch ein besserer Spielzug ein? Hier fehlen mir noch Rohstoffe, aber kann ich etwas zerstören um zusätzliche Rohstoffe zu erhalten? Wie bekomme ich dafür noch ein Zerstörungsplättchen, das ich brauche? Doch lieber mit der Handkarte ein Handelsabkommen treffen? oder habe ich noch einen Ort, auf dem eine Aktion mir weiterhelfen kann?

 

Wenn ich diese Handkarte zerstöre, erhalte ich noch einen Arbeiter und hätte dann mit meinem schon vorhandenen Arbeiter genau die zwei Arbeiter, die ich in einen Rohstoff tauschen kann, der mir noch fehlt um einen Aktionsort bauen zu können, für den ich noch die Rohstoffe habe um ihn gleich zu aktivieren und wodurch ich .... Sie verstehen was ich meine?

 

Dieser PLAN, den sich jeder Spieler während der Aktionsphase macht, bringt diese tolle Dynamik in dieses Spiel.

 

Schön ist, dass jeder Spieler eine Völkertafel vor sich liegen hat. Hierauf stehen die Rohstoffe, die er automatisch erhält und drei Spalten gewährleisten, die gebauten Karten übersichtlich in Produktion, Fähigkeiten und Aktionen auslegen zu können. Produktion sind die Karten, die in der Produktionsphase Rohstoffe bringen. Fähigkeiten sind Karten, die ständige Vorteile bringen und bei Aktionen liegen Karten, die mit Rohstoffen aktiviert werden. Das sieht alles nicht nur gut aus, es ist auch unheimlich zweckmäßig.

Bewertung.

 

Keinen Mitspieler? Bei Imperial Settlers kein Problem! Es wird eine außergewöhlich gute Solovariante angeboten, die es ermöglicht, ein schönes Spielerlebnis auch alleine spüren zu können.

 

 

Imperial Settlers gehört sicherlich zu den Spitzenspielen und hat durch die verschiedenen Völkerkarten, die jeder Spieler auch mehrmals spielen sollte, um die einzelnen Taktiken besser kennenzulernen, einen hohen Wiederspielreiz.

 

Erweiterungen waren bei diesem Spiel quasi vorprogrammiert und so steht auch die erste Erweiterung mit "Imperials Settlers: Nachbarschaftshilfe" zur Verfügung. Ziel der Erweiterungen ist es auch, ein eigenes Völkerdeck zusammenzustellen. Jedes Völkerdeck muss dann die folgenden Karten enthalten: von 3 Karten je 3 Exemplare, von 6 Karten je 2 Exemplare, sowie 9 Einzelkarten (in Summe 30 Karten).

 

Dieses Zusammenstellen des eigenen Kartendecks ist nicht so meine Vorliebe. Dies verkompliziert das Spiel und verlängert die Startphase des Spiels - bis eben jeder Spieler so sein Deck zusammen gestellt hat. Da dieses System aber auch in andern Spielen schon erfolgreich umgesetzt wurde, findet es bestimmt auch wieder seine Fans.

 

Mit gefällt die Grundform des Spiels aber schon so gut, dass ich dieses Spiel gerne weiterempfehle. Das Spielmaterial ist hervorragend, die Spielanleitung umfangreich - aber auch nicht kompliziert. Der Spielspaß ist groß, wenn es von einem Spieler

gespielt wird, der gerne seine Spielzüge vorausplant. Trotzdem hatten wir in unseren Testspielen nie den Eindruck, dass sehr lange Überlegensphasen entstanden, auch wenn es schon die eine oder andere Situation gibt, bei der länger überlegt wird.

Letztlich geht aber alles recht dynamisch und es kommt keinerlei Langeweile auf.

 

Unseren Testspielern hat dieses Spiel sehr gut gefallen und wird immer wieder einmal auf dem Spieltisch landen.

Mit bis zu 90 Minuten Spielzeit ist es aber auch kein schnelles Spiel. Allerdings haben wir auch wesentlich schnellere Runden gespielt, sobald die Spielregeln ausreichend bekannt waren.

 

Imperial Settlers hat schon im Vorfeld einige Awards abgeräumt und ist jetzt über den Pegasus Velag auch in Deutsch erhältlich.

Eine gute Entscheidung des Verlags. Ich warte nur noch auf die ersten offizellen Meisterschaften - kann nicht mehr lange dauern.

 

 

 

 

 

 

Statistik seit 07.03.2015

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