Historia

Startspieler

Brett- und Kartenspiele

Historia

 

Brettspiel für 1 - 6 Spieler

Verlag: Giochix.it

Spielzeit: ca. 90 - 120 Minuten

Alter: ab 14 Jahren

Autor: Marco Pranzo

 

Rezension von Peter Zanow

Historia ist ein Zivilisationsspiel, ohne allzu historisch zu sein, also lassen Sie sich nicht von dem Titel verwirren.

 

Nach dem Auspacken war mein erster Eindruck, das hier die Grafik aus einem Geschichtsbuch der 80er Jahre benutzt wurde. Alles sieht sehr spröde und einfach aus. Ein Excel-Liebhaber hätte seine Freude daran. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, sonst verpassen Sie eine echte Perle unter den Zivi-Spielen. Der Ablauf ist sensationell einfach.

Jeder hat einen gleichen Satz an Aktionskarten, zusätzlich erhält jeder, je nach Volk, das er spielt, einen Satz von fünf verschiedenen historischen Persönlichkeiten (=Berater).

 

Dadurch variiert die Spielweise der Völker ein wenig. Alle entscheiden sich gleichzeitig und geheim für eine ihrer Karten und führen sie dann in Spielerreihenfolge aus.

 

Hauptbestandteil des Spielplans ist eine Leiste (etwas zu groß geraten), auf der der militärische und technologische Fortschritt angezeigt wird.

 

Die Entwicklung der Technologie führt dazu, dass man mehr Aktions- möglichkeiten seiner Karten nutzen kann, das Sie mehr von Ihren persönlichen Beratern auf die Hand bekommen und mehr Karten in einem Zug ausspielen können.

Die Entwicklung des Militärs führt dazu, dass man auf einer Weltkarte (etwas zu klein geraten) sich stärker ausbreiten kann.

 

Diese beiden Elemente sorgen auch hauptsächlich für Siegpunkte, um die es natürlich geht.

 

Andere Möglichkeiten Siegpunkte zu generieren sind, Monumente zu bauen und die Aufgaben von Anführer zu erfüllen. Hier wird auch das einzige Mal versucht, etwas Historie ins Spiel zu bringen, da diese Karten in drei Epochenstapel auftauchen.

 

Andere Aktionsmöglichkeiten sind der Überfall, Krieg, Ausbreitung, Ausbeutung, Tourismus, Handel (Technologie für Siegpunkte) und die Revolution.

 

Diese Karte beendet eine Runde, darf aber nur genutzt werden, wenn zu Beginn der Runde mindestens drei Karten ausgespielt wurden.

 

Kommen wir zu den Schwierigkeiten, mit denen man in diesem Spiel zu kämpfen hat. Sie benötigen sogenannte Machtwürfel, um Aktionen zu bezahlen und für die Ausbreitung auf der Weltkarte. Das Erhalten dieser Würfel ist, freundlich formuliert, recht schwierig. Sie haben selten alle Karten zur Verfügung, da Sie meistens nur die zwei Karten zurück erhalten, die Sie zuerst gespielt haben (Timing ist alles). Die Revolution ist dabei sehr hilfreich, da sie für den Erhalt von mehr Karten sorgt, aber nur für denjenigen, der sie gespielt hat. Und dann sind da noch diese hrmpfl „Civbots“. Ich verspreche Ihnen, Sie haben selten mit so miesen neutralen Drecksbots gespielt.

Statistik seit 07.03.2015

Sie haben die Möglichkeit zwischen drei Schwierigkeitsgraden zu wählen. Dieser Grad klärt, wie viel Karten vom Bots-Stapel gezogen werden. Der neutrale Gegner hat im Prinzip, dieselben Karten wie wir, sie entwickeln sich meist nur schneller, bekommen für das Entwickeln noch Extrapunkte und sind meist militärisch stärker, was zu eminenten Druck auf der Weltkarte sorgt. Zu Beginn war ich froh, Zweiter hinter einem Civbot zu werden. Am besten umgeht man sie, indem man zu sechst spielt, da sie zum Auffüllen für sechs Personen gedacht sind.

Das ganze Spiel dauert mit seinem 12 Runden 2-2,5 Stunden, die aber wie im Flug vergehen.

Wie viel Spieler (1-6) sich an dem Vergnügen beteiligen, ist vollkommen egal.

 

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