bohnanzadasduell

Startspieler

Brett- und Kartenspiele

Kartenspiel

für 2 Spieler

Verlag: Amigo Spiele

Spielzeit: ca. 45 Minuten

Alter: ab 12 Jahren

Autoren: Uwe Rosenberg

Inhalt:

 

2 Bohnenfeld Ablagen

32 Bonuskarten

8 Geschenkkarten

104 Bohnenkarten

Pressemitteilung:

 

Wie war das noch gleich mit dem geschenkten Gaul? Bei der Zwei-Spieler-Variante von Bohnanza machen sich die beiden Bohnenfarmer Geschenke, die sie selbst nicht haben wollen – und ihr Gegenüber am besten nicht gebrauchen kann. Und weil man noch seine geheimen „Bohnusaufträge“ abschließen möchte, hat man ein besonders wachsames Auge auf die Felder des Nachbarn. Bei Bohnanza – Das Duell wird sich nichts geschenkt, denn nur einer wird gewinnen!

Zuerst einmal wird das Spielfeld aufgebaut. Links liegt der Stapel mit den 104 Bohnenkarten. Dann kommen acht Geschenkekarten. Rechts davon liegt der Stapel mit den Bonuskarten.

 

Jeder Spieler erhält drei Bohnenkarten, die er mit der Münzseite oben in seine Auslage legt. Das jeweilige Startgeld für die Spieler.

 

Dann erhält jeder Spieler vom Bohnenstapel noch fünf Handkarten und drei Bonuskarten. Bei den Handkarten ist zu beachten, dass die Karten während des Ziehens vom Stapel nicht in der Reihenfolge verändert werden dürfen. Ab der zweiten gezogenen Karte werden die Karten immer hinter die vorher gezogenen Karten gesteckt. Jeder Spieler erhält noch ein Bohnenfeld auf dem drei Bohnenreihen abgebildet sind.

Wenn ein Spieler an der Reihe ist, hat er folgende Aktionsmöglichkeiten:

 

- Er muss eine oder zwei Handkarten auf seine

Bohnenfelder ablegen. Dabei darf - anders wie im

klassischen Bohnanza - auch die Bohnensorte

gewechselt werden, wenn die neue Bohnensorte um

zwei Werte höher ist, als die vorher gelegte

Bohnensorte. Liegt also zum Beispiel die

Augenbohne mit Wert 10 aus, kann der Spieler auf

diese Karte die Sojabohne mit dem Wert 12 legen

und somit die Bohnensorte wechseln.

 

Im nebenstehenden Bild wurden alle drei Bonuskarten

vom Spieler erfüllt.

 

 

- Danach nimmt der Spieler drei Bohnenkarten vom Stapel auf und legt diese offen vor sich hin. Jetzt muss er eine Bohnenkarte verschenken. Dies kann eine der eben aufgedeckten Bohnenkarten oder auch eine Bohnenkarte aus seiner Hand sein. Um anzuzeigen, welche Karte er verschenken will, werden die Geschenkkarten benötigt. Der Spieler schiebt die Geschenkkarte der Bohnensorte, die er verschenken will, etwas nach oben. Der Gegenspieler kann dieses Geschenk annehmen oder ablehnen und eine eigene Bohnenkarte anbieten, die er abgeben will. Dazu schiebt er die entsprechende Geschenkkarte nach oben.

 

Somit kann in einer Runde eine Bohnensorte immer nur einmal angeboten werden, da geschobene Geschenkkarten nicht mehr ausgesucht werden dürfen. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis ein Spieler das Angebot annimmt und die Karte den Besitzer gewechselt hat.

 

- Dann baut der Spieler seine Bohnenkarten - die offenliegenden und die geschenkte Karte auf seinen Bohnenfelder an. Danach zieht der Spieler zwei Bohnenkarten und eventuell auch Bonuskarten nach.

Beim Verschenken der Bohnenkarten kann auch geblufft werden. Der Spieler gibt an, eine bestimmte Karte zu verschenken,

die er nicht besitzt. Sollte der Gegenspieler aber das Angebot annehmen und der Spieler kann dann das Angebot nicht erfüllen,

muss der Spieler dem Gegenspieler eine Münzkarte schenken.

 

Da der Spieler immer die vorderste Karte seiner Handkarten auf den Bohnenfeldern anbauen muss, ergibt dies einige Herausforderungen. Der Spieler kann nach Regeln entweder eine Bohnenreihe verlängern oder eine neue Bohnenreihe gründen.

Da aber nur drei Bohnenreihen pro Spieler erlaubt sind, ist es manchmal erforderlich, Bohnenreihen abzubauen um Platz für

eine neue Bohnenreihe zu schaffen. Auf jeder Karte ist der Bohnometer aufgedruckt, der aussagt, wie viel Geld es für die

Bohnenreihe gibt. Dieses Geld erhält der Spieler dadurch, dass er die Anzahl Karten gemäß Bohnometer aus der Reihe nimmt,

diese umgedreht als Münzen auf seinen Münzstapel und die restlichen Karten der Bohnenreihe auf den Ablagestapel legt.

 

Ein völlig neues Element gegenüber dem klassichen Bohnanza sind die Bonuskarten. Auf diesen sind verschiedene Symbole

aufgedruckt. Die Anzahl und die Platzierung der Symbole sagt aus, wann der Spieler diesen Bonus der Karte erhält.

Sind zum Beispiel zwei Dreiecke, ein Kreis und dann ein Viereck abgebildet, bedeutet dies, dass zwei gleiche Bohnensorten und dann nachfolgend zwei unterschiedliche Bohnensorten notwendig sind, um den Bonus auszulösen. Diesen Bonus kann der Spieler aber nicht nur in seinen eigenen ausgelegten Bohnen finden sondern der Bonus würde auch Gültigkeit haben, wenn er beim

Mitspieler ausliegt. Sobald ein Spieler einen Bonus entdeckt, kündigt er dies sofort an und kann dann diese Bonuskarte einmal

als Münze nutzen und auch einen extra auf der Karte angegebenen Groschenbetrag hinzuzählen.

 

Sobald der Bohnenkartenstapel aufgebraucht ist, endet das Spiel. Der Spieler mit den meisten Münzen gewinnt das Spiel.

 

Bewertung

 

Nach meiner Meinung hat Bohnanza "Das Duell" einen ganz anderen Spielverlauf als das "klassische Bohnanza". Dabei sind

gerade zwei Elemente zu beachten:

 

1. Der Tauscheffekt

 

Gib etwas - dann wird dir auch gegeben. Dies war mehr oder

weniger das Spielelement im "klassischen Bohnanza". Gerne

wurden Karten verschenkt und meistens kamen dafür genau

die richtigen Karten auch wieder vom Mitspieler zurück.

In Bohnanza "Das Duell" ist das Verschenken eher zur

taktischen Prozedur geworden und hat somit einen ganz

anderen Hintergrund.

 

 

Ich empfand es als störend, dass die Bonuskarten auch bei der Kartenauslage des Gegenspielers eingelöst werden können.

Dies erforderte einen ständigen Überblick über die Kartenauslage und wenn jemand das Spiel auf die Spitze treiben will,

überlegt er dies auch noch bei der Verschenkerunde: "Wenn er diese Karte nimmt, wird er sie bestimmt an diese bestimmte Bohnenreihe anlegen und dann habe ich meine Bonuskarte erfüllt". Also das ist mir dann zu viel des Guten.

 

2. Das taktische Vorgehen.

 

Während beim "klassischen Bohnanza" es besonders darauf ankam, seine Bohnensorten geschickt anzubauen und darauf zu achten, dass gleichwertige Bohnen möglichst oft das richtige Bohnenfeld treffen, ist dies bei Bohnanza "Das Duell" nicht mehr

das ausschließliche Element. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf den Bonuskarten, die das Spiel sehr bestimmen.

 

Liegen meine Bohnenkarten oder die vom Gegner in der richtigen Reihenfolge und kann ich meine Bonuskarte erfüllen?

Dies ist der Hauptteil der taktischen Überlegungen und gibt dem Spiel einen vollkommen neuen Charakter.

 

Fazit

 

Bohnanza "Das Duell" ist ein sehr gutes Spiel - aber eben unterschiedlich zum "klassischen Bohnanza".

 

Meine gute Bewertung von 9 Punkten ist insoweit berechtigt, weil das Spiel viel Spaß macht und es eine

gute Umsetzung von Bohnanza für zwei Personen ist. Die Bonuskarten sind eine tolle, neue Ergänzung zum

Spiel und bringen gerade für Spieler, die viel Freiraum für taktische Überlegungen benötigen, genügend Anspruch.

 

Die Spielausstattung und die Spielanleitung ist von Amigo gewohnheitsgemäß sehr gut.

Statistik seit 07.03.2015

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